Boys-Talent-Training – Verwirkliche deine Träume, verfolge deinen Weg
Am 19. September 2026 fand das Boys-Talent-Training mit Sven Maresch statt. 49 Nachwuchsjudoka aus 15 Vereinen aus Berlin und Brandenburg nutzten die Gelegenheit, gemeinsam mit dem ehemaligen Nationalmannschaftsjudoka zu trainieren, von seinen Erfahrungen zu profitieren und sich wertvolle Tipps für den eigenen sportlichen Weg zu holen.
Sven Maresch gehörte bis 2017 der deutschen Nationalmannschaft an und startete über viele Jahre in der Gewichtsklasse bis 81 kg. Zu seinen größten Erfolgen zählen der Titel des Junioreneuropameisters und U23-Europameisters sowie zahlreiche Medaillen bei IJF-Turnieren. Ein besonderer Höhepunkt seiner Karriere war die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.
Neben seiner sportlichen Laufbahn studierte Sven Maresch Medienwissenschaften. Zuletzt war er in Wien tätig und engagierte sich dort gleichzeitig als Judotrainer für Nachwuchsjudoka im Alter von 12 bis 20 Jahren. Damit konnte er seine Erfahrungen aus dem internationalen Leistungssport direkt an die nächste Generation weitergeben.
Standtechniken – Seoi-nage Schritt für Schritt

In zwei jeweils 90-minütigen Trainingseinheiten widmeten sich die Teilnehmer zunächst den Standtechniken und anschließend dem Bodenkampf.
Zum Auftakt der ersten Einheit standen eine abwechslungsreiche Erwärmung, Lauf- und turnerische Übungen auf dem Programm. Dabei wollte Sven Maresch zunächst sehen, welche Fähigkeiten die jungen Judoka mitbringen. Turnerrolle vorwärts und rückwärts, Ansprungrolle, Radschlagen und Standwaage gehörten zu den Übungen.
Anschließend ging es judospezifisch weiter. Im Mittelpunkt stand Seoi-nage, eine Spezialtechnik von Sven Maresch. Die Technik wurde Schritt für Schritt in ihren drei wesentlichen Phasen erarbeitet: Kuzushi – das Anreißen und Brechen des Gleichgewichts, Tsukuri – das richtige Eindrehen und die Vorbereitung des Wurfes, sowie Kake – die eigentliche Wurfausführung.
Besonderen Wert legte der Referent auf die Details. Der richtige Griff, eine sichere Position, das kontrollierte Eindrehen und vor allem die Verantwortung gegenüber Uke bei der Ausführung durch Hilfestellung beim Werfen standen immer wieder im Mittelpunkt. Sven Maresch ließ die einzelnen Elemente konzentriert und wiederholt üben, bevor sie zu einer vollständigen Bewegung zusammengeführt wurden. Ergänzend zeigte er Varianten, unter anderem mit Diagonal- und Reversgriff.
Im anschließenden Randori konnten die Jungen das Gelernte bereits wettkampfnah anwenden.
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Fragen, Autogramme und viele persönliche Eindrücke

In der Pause zwischen den beiden Einheiten nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, Sven Maresch persönlich kennenzulernen. Geduldig beantwortete er zahlreiche Fragen der Nachwuchsjudoka.
Die Jungen interessierte unter anderem, in welchem Alter Sven mit Judo begonnen hatte, wie viele Turniere und Wettkämpfe er bestritten und wie viele Medaillen er gewonnen hatte. Auch nach seinen schwersten und leichtesten Kämpfen sowie nach den Ländern und Städten, in denen er im Laufe seiner internationalen Karriere auf der Matte stand, wurde gefragt.
Anschließend war Sven in der Autogrammstunde dicht umlagert. Fotos, Autogramme auf Wettkampfbildern und Unterschriften auf Gürteln, Judojacken und T-Shirts waren ebenso gefragt wie gemeinsame Fotos mit dem ehemaligen Olympiateilnehmer. Für viele der jungen Judoka wurde die Pause damit zu einem besonderen Erlebnis.
Bodentechniken mit viel Bewegung und Spaß

In der zweiten Trainingseinheit lag der Schwerpunkt auf Ne-waza., der Bodentechnik Mit zwei Spielen, „Schildkrötenhasche“ und dem „Cäsar-Spiel“, startete die Einheit mit viel Bewegung und sichtbarem Spaß.
Daran anschließend knüpfte Sven Maresch an die Inhalte der ersten Einheit an und erarbeitete mit den Teilnehmern Schritt für Schritt eine Haltetechnik. Im Mittelpunkt standen auch hier die Kontrolle des Gegners, der richtige Griff sowie zweckmäßige und saubere Bewegungen. Verschiedene Varianten ergänzten die technische Arbeit.
Im abschließenden Randori konnten die jungen Judoka das Erlernte unter realistischen Bedingungen ausprobieren. Mit dem Widerstand des Partners zeigte sich, wie gut die zuvor erarbeiteten Bewegungsabläufe bereits umgesetzt werden konnten.
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„Verfolge deine Träume“
Am Ende des Trainingstages zeigte sich Sven Maresch zufrieden mit den Leistungen der Teilnehmer. Die Jungen waren mit großem Einsatz bei der Sache, versuchten die technischen Hinweise aufzunehmen und umzusetzen und hatten sichtlich Freude am Training. Natürlich gelang dabei noch nicht alles auf Anhieb – doch genau darum ging es: ausprobieren, lernen, wiederholen und sich weiterentwickeln.
Eine besondere Botschaft gab Sven Maresch den Teilnehmern mit auf den Weg: Sie sollen sich Ziele setzen, ihre Träume verfolgen und mit dem entsprechenden Willen an deren Verwirklichung arbeiten. Er selbst konnte sich einen großen Traum erfüllen: Zehn Jahre nach seinem Europameistertitel bei den Junioren stand er bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro auf der Matte. Auch wenn es dort nicht für eine Medaille reichte, ging mit der Olympia-Teilnahme für ihn ein großer persönlicher Traum in Erfüllung.
Unter großem Beifall der Teilnehmer und der anwesenden Eltern verabschiedete sich Sven Maresch schließlich von den Nachwuchsjudoka und wünschte allen viel Erfolg auf ihrem weiteren sportlichen Weg.
Unterstützt wurde das Training auf der Matte von Verbandstrainerin Juliane Waldeck sowie Christian Kaczmarek (SC Chris 02) und Kuno Ewolff (KAIZEN). Gemeinsam standen sie den jungen Judoka während der Trainingseinheiten hilfreich zur Seite. Dafür gilt ihnen ein herzlicher Dank.

























