Sonntag, Januar 18, 2026
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Neue Leiterin freut sich auf ihre Aufgabe

Nach mehrjähriger Suche freuen wir uns, dass wir mit Angelique Simon eine judofachkundige Besetzung der wichtigen Position zur Leitung unserer Geschäftsstelle erreicht haben. Unser verantwortliches Präsidiumsmitglied und kommissarischer Leiter der Geschäftsstelle, Enrico Günther, wird Angelique Simon bis Mitte September einarbeiten und ihr dann die hauptberufliche Verantwortung für unser Team der Geschäftsstelle übergeben. Damit ihr Angelique Simon bereits vor ihrem ersten Arbeitstag am 08.09.2025 kennenlernen könnt, haben wir sie interviewt.

Woher kennt man dich in der Berliner Judoszene?

Meine Laufbahn im Judosport nahm vor 19 Jahren im PSV Olympia Berlin e.V. ihren Anfang. Dort trat ich dem Showteam und später dem Wettkampfteam bei und war somit auf vielen Turnieren und Veranstaltungen unterwegs. Neben den alltäglichen Aufgaben und dem Judotraining, unterstützte ich meinen Papa schon in jungen Jahren in seinen Judogruppen als Trainerassistentin. Dieser Weg zog sich bis zum heutigen Zeitpunkt weiter durch mein Leben. Ich absolvierte die Trainer*innenausbildung-C, übernahm eigene Trainingsgruppen, unterstützte und organisierte Trainingsreisen. Im PSV Olympia Berlin e.V. widmete ich mich den ehrenamtlichen Jugendlichen und leitete Ausbildungslehrgänge und Veranstaltungen. Im TuS Wannsee 1896 e.V. baute ich gemeinsam mit den Trainer*innen ein Wettkampfteam auf und übernahm zudem auch eine Trainingsgruppe im VfL Zehlendorf e.V.

Ehrenamtlich unterstützte ich gerne als Prüferin verschiedene Vereine. Nach der Prüfung zum 2. Dan entwickelte ich eine Leidenschaft für die Katame-No-Kata und nahm an Kata-Turnieren teil. Außerdem absolvierte ich die Trainer*innen-C sowie die Trainer*innen-B Ausbildung im Bereich Gewaltprävention und übernahm nach Patrick Stix ehrenamtlich die Funktion der Präventionsbeauftragen im JVB und biete regelmäßig Aus- und Weiterbildungen an.

Was hast du bisher beruflich gemacht?

Nach meinem Abitur habe ich eine berufsbegleitende Ausbildung als staatlich anerkannte Erzieherin absolviert. Ich arbeitete an einer Grundschule im Bereich der ergänzenden Förderung und Betreuung (bekannt als „Hort) als Erzieherin. Hier setzte ich meine Schwerpunkte auf Bewegung, Prävention, Diversität und Kommunikation.

Mein Interesse stieg zunehmend an den organisatorischen Aufgaben, den Kommunikationsstrukturen und der Thematik der Teamentwicklung. Es entstand der Wunsch nach mehr Verantwortung, um in meiner Tätigkeit mehr „bewirken und mitwirken“ zu können.

Somit begann ich mich als koordinierende Fach- und Führungskraft aus- und weiterbilden zu lassen und übernahm schlussendlich die Funktion der koordinierenden Fachkraft (bekannt als „Hortleitung“) an der Schule.

Auf welche Aspekte deiner neuen Tätigkeit als Leiterin der Geschäftsstelle freust du dich am meisten?

Am meisten freue ich mich darauf, meine berufliche Expertise mit meiner Leidenschaft – dem Judosport – verknüpfen zu können und viele neue Erfahrungen sammeln zu dürfen.

Als Geschäftsstellenleiterin freue ich mich darauf, bestehende Visionen „die in den Kinderschuhen stecken“ und sich neu entwickelnde Visionen, auf dem Weg zur Realisierung unterstützen und somit an der Professionalisierung Judoberlins mitwirken zu können.

Außerdem freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit dem neu entstehenden Team der Geschäftsstelle und den jeweiligen Professionen im Judo-Verband Berlin e.V.

Welche eigenen bzw. neuen Akzente möchtest du in deiner neuen Funktion in den nächsten Jahren für Judoberlin setzen?

An dieser Stelle fühlt es sich für mich noch zu früh an, eigene Akzente und Visionen offen zu kommunizieren. Zunächst möchte ich für mich und das Geschäftsstellenteam eine Planungs- und Handlungssicherheit erarbeiten. Der Etablierung eines hauptberuflichen und vergrößerten Geschäftsstellenteams möchte ich neben der Unterstützung der Verbandsvision Priorität schenken.

Im weiteren Prozess und in der alltäglichen Tätigkeit ist für mich oft der Weg das Ziel, auf dem sich immer wieder neue Themenfelder und Möglichkeiten erschließen. Neue Visionen möchte ich mit dem Team und den Professionen im JVB entstehen lassen und deren Realisierung beratend zur Seite stehen.

Somit kann ich zusammenfassend sagen, dass meine Vision ist, Visionen Raum zur Entstehung zu geben.

Und jetzt noch etwas kurzfristiger: was dürfen wir bis zum Jahresende von dir erwarten?

Ich stelle mir bis zum Jahresende vor, dass sich das Team in der Geschäftsstelle in Hinblick auf die bestehenden Aufgaben eingearbeitet hat und Zuständigkeitsbereiche geklärt sind. Hierzu gehören die Aufgaben, die im Aufgabenplan der Geschäftsstelle ersichtlich sind, die Evaluation der aktuellen Effizienz der Geschäftsstelle inkl. der Öffnungszeiten und auch die einzelnen Instanzen, Professionen und das Kooperationsnetzwerk kennenzulernen. Zudem möchte ich gemeinsam mit dem Team einen detaillierten Maßnahmenplan für das Jahr 2026 in Hinblick auf die Verbandsvision erstellen.

Ergänzend ist die Erstellung des Leitfadens für die möglichen Aufgabenbereiche für ein BFD oder ein FSJ wünschenswert, um im Idealfall im ersten Quartal 2026 Bewerber*innen gewinnen und einstellen zu können. Diese ersten Teilschritte werden gemeinsam mit dem Team und dem Präsidium evaluiert, um transparent und strukturiert in das Jahr 2026 starten zu können.

Vielen Dank, Angelique – und viel Erfolg für dich und dein neues Team!