Montag, März 16, 2026
BundesligaNews

Judo-Bundesliga 2026

Am 14. März startet die Judo-Bundesliga in die Saison 2026. Aus Berlin gehen in diesem Jahr zwei Teams an den Start: die Frauen der Berliner Kampfgemeinschaft in der Bundesliga Nord-Ost sowie die Männer der Berliner Kampfgemeinschaft in der 2. Bundesliga Nord-Ost.

Nicht mehr dabei ist dagegen das Männerteam des Ersten Berliner Judo-Club 1922. Der Verein zog seine Mannschaft aus der 1. Bundesliga Nord zurück. Hintergrund sind personelle Engpässe im Kader, die eine ausreichende Besetzung für die erste Liga nicht mehr ermöglichten.


Berliner Frauen greifen wieder an

Die Frauen der Berliner Kampfgemeinschaft wollen in ihrer Staffel Nord-Ost erneut eine starke Rolle spielen. In der vergangenen Saison belegte das Team trotz einer Niederlage nur den dritten Platz in der Staffel: In der Spitzenkonstellation Spremberg, Leipzig und Berlin schlugen sich die Teams über Kreuz. Trotz gleicher Siegpunkte hatte Berlin die schlechsteste Kampfbilanz. Dennoch ging es als stärkster Drittplatzierter in die Play-offs. Dort besiegten die Berlinnerinen erneut die KSC ASAHI Spremberg. Gegen die Top-Favoritinnen aus Backnang und aus Speyer wurden einzelne Kämpfe gewonnen. Am Ende belegte die Berliner Mannschaft Platz fünf und gehörte damit zu den sechs besten Teams der Liga.

Ein Wiedersehen mit Spremberg wird es in dieser Saison allerdings nicht geben. Der KSC ASAHI hat sein Frauenteam aus der Bundesliga abgemeldet. Dafür ist mit dem JC Leipzig noch eine Rechnung offen: Im vergangenen Jahr setzte es eine klare Niederlage. In diesem Jahr ist Leipzig zu Gast in Berlin, und dort soll sich das Blatt wenden. Trainerin Anne Kempf formuliert das Ziel klar: „Wir wollen als Gruppenerster in die Play-offs. Neben dem Kämpfen wollen wir den Teamzusammenhalt weiter stärken und unsere neuen Teammitglieder integrieren.“

Einige Änderungen gab es im Kader. So starten die BKG-Frauen in diesem Jahr mit einer Olympionikin: Die Dänin Laerke Olsen absolvierte ihr Abitur in Berlin und ist dem BC Randori nach wie vor eng verbunden. Mit 27 Jahren hält sie nach ihrer Teilnahme an den Olympischen Spielen in Paris 2024 Kurs auf LA28. Sie bringt jede Menge Erfahrung ins Team. Weiter verstärkt wurde der Kader zudem durch leichte Judoka und weitere junge Talente.

Und diese waren zuletzt national sehr erfolgreich: Antonia Latkowski, Arlette Pfister und Amelie Römmer gewannen bei der Deutschen Einzelmeisterschaft U18 in Leipzig eine Medaille. Elina Prüsse erkämpfte kürzlich DEM U21-Bronze.

Wie der Mix aus erfahrenen BKG-Kämpferinnen und den Neuzugängen aufgeht, wird die Saison zeigen. Den Auftakt machen die Frauen am 28. März 2026 gegen die KGJMV in Wolgast. Am ersten Reisetag der Osterferien wird es Richtung Ostsee gehen.


Berliner Kampfgemeinschaft Frauen – Team 2026: Shirin-Asya Akdag, Julia Beissenhirtz, Maxime Brausewetter, Lea Briand, Lea Briesemann, Carlijn Czygan, Lisa Charlotte Dörr, Jolina Federlechner, Jana Gerling, Alessia Sophia Gherasudis, Stefanie Gregor, Emma Hammer, Sandra Herzum, Florence Hofmann, Leoni Hund, Colin Shirley Kammradt, Mia Sophe Kopsch, Irina Kreidin, Paula Lang, Antonia Latkowski, Svenja Meißner, Laerke Marie Olsen, Arlette Pfister, Elina Prüsse, Lilly Richter, Zarah-Leoni Riecken, Amelie Römmer, Catalina Yara Saenz, Laura Schwarzpaul, Jette Stephan, Paulina Szlachta, Kim Chantal Tepelmann, Svenja Wüstenhagen, Dorina Zeibig
Neuzugänge: Maxime Brausewetter, Lea Briand, Lea Briesemann, Carlijn Czygan, Emma Hammer, Mia Sophie Kopsch, Laerke Marie Olsen, Arlette Pfister, Amelie Römmer, Jette Stephan, Paulina Szlachta
Abgänge: Mia Loreen Gottschalk, Jasmin Kayser, Anne-Sophie Kempf, Amani Küster, Vivien Pacholleck, Hanna Plathe, Sarah Michelle Püschel, Helke Ridderskamp, Laura Schwinzer, Alida Siebert, Nele Wagner


Schritt für Schritt beim Männerteam

Nach drei Jahren als Tabellenletzter lautet für die BKG-Männer die Frage zur neuen Saison: Ist 2026 der Wendepunkt?

Die Ausgangslage: Das Projekt der Berliner Kampfgemeinschaft soll vor allem Hauptstadt-Judoka ein Zuhause in der Bundesliga geben und Nachwuchstalente fördern. Natürlich macht ein solches Projekt aber mehr Spaß, wenn es auch erfolgreich ist. Zuletzt war das mit dem Erfolg eher schwierig: Ehemalige Jugendtalente, die in den vergangenen Jahren wichtige Siege beisteuerten, zog es zunehmend ins Berufsleben und damit runter von der Matte. Leistungsträger fielen durch Verletzungen aus. Und aus knappen Duellen wurden Kämpfe, die auf dem Papier nicht gut aussahen.

Umso erfreulicher, dass das Team für 2026 nun gleich auf mehreren Wegen verstärkt werden konnte:

Zunächst konnten einige junge Judoka aus der Hauptstadt gewonnen werden, darunter die frischgebackenen Medaillengewinner der U18-Meisterschaften Jerome Goltz und Gleb Volkov. Der Sprung vom Nachwuchs in die 2. Bundesliga Männer ist zwar groß, doch Nachwuchstalente sollen ihre Chancen bekommen.

Dann gewann das Team zwei erfahrenere Kämpfer in der Klasse bis 100 Kilo: Nikolas Kroppenstedt kämpfte bei den Deutschen Meisterschaften 2025 in Duisburg um Bronze. Der Däne Mathias Madsen, einst U23-Europameister, hat seine Leistungssportkarriere zwar beendet, bringt aber wertvolle Erfahrung aus der 1. Bundesliga bei Bottrop und von der IJF-Welttour mit.

Zum Jahresbeginn kam schließlich die Nachricht vom Rückzug des EBJC. Sieben Berliner Judoka fanden kurzfristig Platz im BKG-Kader, darunter Michael Löb und Dominic Schmidt.

Trainer Dino Pfeiffer weiß, dass ein Umbruch seine Zeit braucht: „Wir müssen als Team wieder neu zusammenwachsen. Und dennoch wollen wir Kämpfe gewinnen.“ Die Konkurrenz ist stark: Braunschweig, Hamburg, die KGJMV und Ludwigsfelde haben erfahrene Kämpfer und starke Nachwuchstalente in ihren Reihen. Zudem hat die Fünfer-Staffel Nord-Ost beschlossen, am 5. September ein Finalturnier auszurichten. Die besten vier Teams qualifizieren sich. Das fünfte Team schaut zu. Kein erstrebenswerter Platz. „Wir wollen an der Finalrunde teilnehmen und am besten unter den Top drei der Gruppe landen“, gibt Pfeiffer als finales Ziel aus.

Den Auftakt in die neue Saison machen die BKG-Männer am 14. März 2026 mit einem Auswärtskampf beim Braunschweiger JC.


Berliner Kampfgemeinschaft Männer – Team 2026: Michael Altvater, Niklas Bennewiz, Mathis Briand, Ben Cordes, Vincent Cordes, Basile Eberhard, Kilian Magnus Feldmann, Dominic Gollanek, Jerome Goltz, Miguel Gutsche, Len Hennig, Luis-Vincent Kaas, Felix Karlik, Valentin Kiesche, Edgar Klaus, Nikolas Kroppenstedt, Jörg Krüger, Bruno Labetzki, Lennart Lange, Michael Löb, Mathias Madsen, Steffen Mankiewicz, Barnabas Meißner, Lorenz Moor, Fabian Mrugalla, Julian Luïc Nickel, Ben Rommel, Maxim Scherping, Dominic Schmidt, Jamal Naser Shahizada, Juri Sielaff, Lucas Stettinsky, Boris Vaci, Gleb Volkov, Jacob von Holly-Ponientzietz, Luca Wille, Mika Wille, Kuno Wolff, Dmytro Zhuk, Michel Zwahr
Neuzugänge: Niklas Bennewiz, Mathis Briand, Ben Cordes, Jerome Goltz, Miguel Gutsche, Luis-Vincent Kaas, Felix Karlik, Nikolas Kroppenstedt, Bruno Labetzki, Michael Löb, Mathias Madsen, Barnabas Meißner, Ben Rommel, Maxim Scherping, Dominic Schmidt, Jamal Naser Shahizada, Lucas Stettinsky, Boris Vaci, Gleb Volkov, Jacob von Holly-Ponientzietz, Kuno Wolff, Michel Zwahr
Abgänge: Elnur Abbasov, Abduraschid Abdullaev, Ruslan Butko, Leon Eckert, Abdulakh Gamzaev, Shehab Hamed, Arian Hellvoigt, Nikolaos Kalmoukidis, Max Koppel, Jan-Ole Petzold, Sören Puttkammer, Simo Samardzic, Lasse Tjark Schindler, Ingo Schumacher, Lenny Seifert, Maxim Sterzer, Julian Süß, Philipp Vogel, John Wiegand


Berliner Kampfgemeinschaft – Terminübersicht 2026

In der Saison 2026 finden zwei Doppelheimkampftage im Sportforum Berlin statt: Am 9. Mai empfangen die BKG-Frauen den JC Leipzig und die BKG-Männer das Hamburger JT II. Am 4. Juli sind die Teams aus Stade und Mecklenburg-Vorpommern zu Gast.

Samstag, 14. März 2026:
Braunschweiger JC – Berliner Kampfgemeinschaft (Männer, 2. Bundesliga Nord-Ost)

Samstag, 28. März 2026:
Kampfgemeinschaft der Judoka MV – Berliner Kampfgemeinschaft (Frauen, Bundesliga Nord-Ost)

Samstag, 11. April 2026:
JG Sachsenwald – Berliner Kampfgemeinschaft (Frauen, Bundesliga Nord-Ost)
Judo-Verein Ludwigsfelde – Berliner Kampfgemeinschaft (Männer, 2. Bundesliga Nord-Ost)

Samstag, 9. Mai 2026 | 🥁 Doppelheimkampftag:
Berliner Kampfgemeinschaft – Judoclub Leipzig (Frauen, Bundesliga Nord-Ost)
Berliner Kampfgemeinschaft – Hamburger Judo-Team 2 (Männer, 2. Bundesliga Nord-Ost)

Samstag, 4. Juli 2026 | 🥁 Doppelheimkampftag:
Berliner Kampfgemeinschaft – VfL Stade (Frauen, Bundesliga Nord-Ost)
Berliner Kampfgemeinschaft Männer – Kampfgemeinschaft der Judoka MV (Männer, 2. Bundesliga Nord-Ost)

Download: Terminübersicht (PDF)


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