Mittwoch, Februar 11, 2026
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TV-Beitrag: Hussein Almaamori

Nach einer Reportage des Landessportbundes Berlin griff auch der rbb die Geschichte von Hussein Almamoori auf. Der ehemalige erfolgreiche Judoka und Trainer aus dem Irak musste wegen der politischen Lage aus seiner Heimat fliehen. Der 34-jährige fand bei KAIZEN Berlin sein neues sportliches Zuhause. Inzwischen ist er eine feste Größe im Verein. Er sagt selbst: „KAIZEN, das ist wie meine Familie.“

Medienübersicht (Stand: 04.02.26):


Vom irakischen Meister zum Trainer bei KAIZEN Berlin

Hussein Almamoori arbeitet seit knapp zwei Jahren als Judo-Trainer bei KAIZEN Berlin. Der 34-Jährige stammt aus dem Irak und hat an der Universität Babylon Leibeserziehung mit Schwerpunkt Judo studiert. Als aktiver Sportler gewann er Medaillen im Judo, Sambo und Ju-Jitsu bei internationalen Turnieren und Meisterschaften. In seiner Heimat gründete Hussein Almamoori ein eigenes Trainingszentrum. Aufgrund der politischen Lage und der Zerstörung der Halle verließ er das Land. Zunächst lebte er in Russland, der Ukraine-Krieg zwang ihn erneut zur Flucht. Er kam nach Deutschland, wo er sich in Berlin niederließ.

Bei KAIZEN Berlin stellte er sich mit seinen Unterlagen vor und begann zunächst ehrenamtlich als Trainer zu arbeiten. Inzwischen ist er festangestellt. Der Verein unterstützte ihn bei der Anerkennung seiner Trainerqualifikation durch den Deutschen Judo-Bund, bei der Arbeitserlaubnis sowie bei der Wohnungssuche.

Hussein Almamoori trainiert Kinder- und Nachwuchsgruppen sowohl im Schul- als auch im Vereinsbereich. Sein Trainingsansatz legt Wert auf Zusammenarbeit, Toleranz und Selbstbewusstsein. Kinder und Eltern schätzen ihn für seine ruhige und klare Art. Während seine Judoka aus dem Wettkampfteam derzeit bei den Berliner Meisterschaften und den folgenden Gruppenmeisterschaften antreten, kämpft er selbst weiter für eine langfristige Aufenthaltserlaubnis. Gemeinsam mit seiner Sportfamilie von KAIZEN Berlin.

Weiterführende Links

▹ LSB Berlin: Im Sommer soll nicht Schluss sein, Angela Baufeld (31.07.2025). https://www.lsb-berlin.de/aktuelles/news/details/im-sommer-soll-nicht-schluss-sein 

Text: Lars Sperling, Iljana Marzok
Fotos: Sven Borowiak, privat