Weihnachtsgrüße des Präsidenten
Liebe Judo-Familie,
die Weihnachtszeit ist angebrochen. Der Duft von Zimt und Tannengrün liegt in der winterlichen Luft, Gebäude erstrahlen im festlichen Glanz und vielerorts wird es – trotz aller Hektik – ein wenig ruhiger und harmonischer. Dies ist ein guter Moment, um innezuhalten und auf das vergangene Jahr zurückzublicken.
Das Jahr 2025 war erneut reich an Ereignissen und Herausforderungen. All dies wäre jedoch nicht möglich gewesen ohne das große Engagement vieler Menschen, die Verantwortung übernommen, mit angepackt und den Judosport in Berlin mit Leben gefüllt haben. Die Trainer- sowie Kampfrichter-Aus- und Fortbildungen, inklusive der neu eingerichtetenJugendkampfrichter-Ausbildung, wurden erfolgreich durchgeführt. Der jährliche Kata-Lehrgang mit dem Kodokan erfreute sich wieder internationaler Beteiligung. Die beiden European Cups in Berlin waren – trotz der herausfordernden Hotelsituation – ein voller Erfolg. Ebenso wurden sämtliche Landes- und Gruppenmeisterschaften souverän vom Berliner Landesverband ausgerichtet.
Für all dies danke ich allen Beteiligten sehr herzlich. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass der Judo-Verband Berlin auch 2025 als aktiver, verlässlicher und souverän agierender Verband wahrgenommen wurde.
Aus sportlicher Sicht möchte ich besonders Tabea Mecklenburg, Melvin Noack und Losseni Kone aus unserem Stützpunkt hervorheben, die sich in diesem Jahr für Europa- und Weltmeisterschaften empfehlen konnten. Tabea errang bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Lima die Bronzemedaille. Melvin erkämpfte gemeinsam mit dem Mixed Team bei der Junioren-Europameisterschaft in Bratislava ebenfalls Bronze, was ihm im Anschluss die Nominierung für die Weltmeisterschaft einbrachte.
Im Kata-Bereich wurden Leo Tetzeli und Udo Tietz für die Kata-Europameisterschaft 2025 in Riga nominiert – eine verdiente Anerkennung ihres kontinuierlichen Engagements. Die Konkurrenz ist stark, doch beide arbeiten weiterhin mit großem Einsatz daran, aus der Nominierung künftig auch einen Medaillenplatz zu machen.
Personell war das Jahr 2025 nicht ohne Herausforderungen, da wir ohne U18- und
U21-Landestrainer arbeiten mussten. Umso mehr freue ich mich, mitteilen zu können, dass es ab 2026 wieder einen U18-Landestrainer geben wird, den wir zu Beginn des neuen Jahres vorstellen. Auch hinsichtlich der weiteren offenen Stelle blicken wir optimistisch nach vorn. Mein besonderer Dank gilt dem Trainerteam am Stützpunkt sowie den Vereinstrainern, die in dieser Zeit Verantwortung übernommen und die vakanten Stellen engagiert kompensiert haben.
Ebenso danke ich Winston Gordon für seine Arbeit in den vergangenen viereinhalb Jahren auf der Berliner Matte. Wir wünschen ihm für seine neue berufliche Aufgabe in Großbritannien alles Gute und viel Erfolg.
Für das Jahr 2026 stehen erneut kleinere Anpassungen in der Regelinterpretation an. Die Erfahrungen aus 2025 haben gezeigt, wie dynamisch sich unser Sport weiterentwickelt. Spannend bleibt auch die endgültige Einführung des digitalen Judopasses. Auch wenn der Start nicht immer reibungslos verläuft, bin ich überzeugt, dass diese Digitalisierung schon bald als echte Erleichterung empfunden wird. Nutzen wir das Wissen und die Unterstützung derjenigen, die hier bereits
Erfahrung haben, um diesen Weg gemeinsam erfolgreich zu gehen.
Zum Jahresende sorgte zudem eine Entscheidung der IJF für Diskussionen: die Rückkehr russischer Judoka unter eigener Flagge und Hymne. Verkündet unter dem Leitsatz „Sport – die letzte Brücke für Versöhnung und Frieden“, bleibt zu hoffen, dass diese Worte mit Leben gefüllt werden. In einer Welt voller Konflikte und Leid wünschen sich die meisten Menschen vor allem eines: Frieden.
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen friedvolle und besinnliche Weihnachten im Kreise Eurer Liebsten sowie einen guten Start ins neue Jahr. Lasst uns das Jahr 2026 gemeinsam, respektvoll und engagiert gestalten – im Sinne unseres Sports und unserer Werte.
„Judo – mehr als Sport. Eine Wertegemeinschaft, die bewegt und inspiriert.“
Frohe Weihnachten!
Mit weihnachtlichen Grüßen
Thomas Jüttner
Präsident
Judo-Verband Berlin e.V.
