Dienstag, Februar 3, 2026
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🥋 Erfolgreicher Start ins neue Jahr: Losseni Kone gewinnt beim European Open 2026

Beim European Judo Open in Sofia 2026, vom 31. Januar und 1. Februar in der bulgarischen Hauptstadt, setzte sich Losseni Kone (SC Alstertal-Langenhorn / BSP-Berlin) im Schwergewicht durch und gewann die Goldmedaille.Er war unter den 385 Kämpfer*Innen aus 39 Ländern der einzige DJB-Athlet. Mit ihm gemeinsam waren zwei weitere DJB-Judoka auf den Matten in Aktion. Thomas Jüttner aus Berlin und Marc Hampel waren zu diesem Turnier als Kampfrichter  eingeladen.
Für den Wahlberliner war das Turnier ein Test für die kommenden Aufgaben in den IJF-World Tour.
Losseni kämpfte sich langsam in das Turnier. Im ersten Kampf gegen Panagiotis Papaniklaou (GRE) bestimmte er nach einem ersten Shido für beide in der zweiten Minute immer mehr den Kampf. Er hatte die Kontrolle,  konnte sich aber hier noch nicht entscheidend durchsetzen. Im Golden Score erhielt sein Kontrahent den 3. Shido = Hansokumake.
Seinen nächsten Gegner Darius Dobre aus Rumänien warf er zweimal mit Sumi-Gaeshi und gewann mit zwei Waza-ari vorzeitig. Im Halbfinale gegen Movli Borchjashvilli aus Österreich ging es kämpferisch weiter. Nach vielen guten Ansätzen war Losseni in der vierten Minute mit einer O-Soto-Gari Technik erfolgreich und kämpfte sich mit der Waza-Ari in das Finale.
Auch Grzegorz Teresinski aus Polen konnte den Deutschen nicht aufhalten. Mit einem kontrollierten Übergang vom Stand zum Boden gelang Losseni ein Haltegriff, aus dem es kein Entrinnen mehr gab – Gold für Losseni.
Für unseren Schwergewichtler war ein wichtiges Turnier, um seine Form zu testen. Nach anfänglichen zähen Beginn kam er immer mehr und besser in Schwung. Mit zahlreichen Wurfansätzen, Sumi-Gaeshi, Seoi-Nage und Goshi-Waza, setzte er seine Gegner unter Druck und konnte erfolgreich punkten. Gleichzeitig war zu erkennen, dass Losseni an seinem Bodenrepartier intensiv gearbeitet hat. Herausarbeit von Armhebeln und Haltegriffen, um so auch im Te-Waza punkten kann. Der Sieg mit Haltegriff im Finale war ein Beleg dafür.
Insgesamt zeigte sich Losseni zufrieden mit seiner Leistung: „Der erste Kampf war noch etwas zäh, ist aber bei mir oft so. Ich bin dann immer besser in den Wettkampf gekommen und habe eine Linie durchgezogen bis zum Finale. Die taktischen Absprachen konnte ich gut umsetzen, ohne Experiment oder unnötiges Risiko. Gefreut hat mich, dass ich meine Arbeit am Boden im Vergleich zu früher verbessern konnte.  Umdreher, Hebelansätze und zuletzt der erfolgreiche Haltegriff im Finale – das baut auf. Ich fühle mich gut und mit dem Erfolg habe ich jetzt richtig Bock auf die folgenden Turniere.“
Herzlichen Glückwunsch an Losseni und die verantwortlichen Trainer zu dieser Leistung. Wir wünschen ihm auch für folgenden Turniere viel Erfolg.
Auch unser Referee, Thomas Jüttner, kann auf ein erfolgreiches Turnier und damit auf einen guten Start in die Wettkampfsaison 2026 zurückblicken. Er war in vier Kämpfen der Finalrunde am Samstag und Sonntag als Außenrichter und jeweils in einem Kampf um Bronze und in einem Finalkampf als Mattenleiter in Aktion. Auch dafür herzlichen Glückwunsch.
Kommendes Wochenende startet dann auch die IJF-World-Tour mit dem Grand Slam in Paris.(Fotos EJU und  priv.)