Dienstag, Juni 9, 2026
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Bronzewochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Duisburg  

Am 6. und 7. Juni 2026 fanden in Duisburg die Deutschen Einzelmeisterschaften der Männer und Frauen statt. Die Titelkämpfe in der Sporthalle an der Krefelder Straße bilden zugleich ein besonderes Jubiläum: Es handelt sich um die 100. Austragung der Deutschen Judo Einzelmeisterschaften der Männer und Frauen.
Aus unseren Landesverband bzw. Bundesstützpunkt gingen 10 Männer und 4 Frauen an den Start.

Dreimal Edelmetall am ersten Wettkampftag

 Am ersten Wettkampftag standen die mittleren Gewichtsklassen auf dem Programm. Bei den Männern waren es die Klassen bis 73 kg, bis 81 kg und bis 90 kg, bei den Frauen die Gewichtsklassen bis 57 kg, bis 63 kg und bis 70 kg.
Für die Berliner Starterinnen und Starter verlief der Auftakt erfolgreich. Am Ende des Tages konnten drei Bronzemedaillen sowie ein fünfter Platz verbucht werden.
Die Bronzemedaillen sicherten sich Michael Löb (AC Berlin) in der Gewichtsklasse bis 81 kg sowie Vladimir Stark (KK Karow) und Lasse Schriever (TH Eilbeck/BSP Berlin), beide in der Klasse bis 90 kg. Einen starken fünften Platz erreichte Kathrin Krause (Polizei SV) bis 57 kg.

Michael Löb (AC Berlin)

Vladimir Stark (KKKarow)

Lasse Schriever (T.H. Eilbeck)

Kathrin Krause (Polzei SV)

Insgesamt ging das Berliner Team geschwächt in diese Meisterschaften. Verletzungs- bzw. krankheitsbedingt fehlten unter anderen Losseni Kone (SC Alstertal-Langenhorn / BSP-Berlin), Viktoria Folger (SF Kladow), Lilly Richter (KAIZEN Berlin), Elija Märkt (SC Bushido) und Catalina Saenz (SC Charis 02) auf ihre Teilnahme verzichten.

Neben den Sportlerinnen und Sportlern waren auch die Berliner Kampfrichter erfolgreich im Einsatz. Thomas Jüttner und Karin Schuncke standen auf der Matte, während Katharina Marzok als Mitglied der Bundeskampfrichterkommission die Wettkämpfe am Mattenrand beobachtete. Karin und Thomas waren in Finalkämpfen als Mattenleiter eingesetzt, was eine Würdigung ihrer guten Leistungen an den Wettkampftagen darstellt.
Herzlichen Glückwunsch an unsere Kampfrichter für die erbrachten Leistungen und auch in Zukunft stets eine gute Position und ein glückliches Händchen.

Ein besonders Highlight war die Anwesenheit des Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens Hendrik Wüst, der Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas und des  Bundestagsabgeordnetem Mahmut Özdemir.  Es ist eine Wertschätzung gegenüber unseres geliebten Judosports. Die Vertreter aus Poltik und unseres Dachverbandes haben sich ausgetauscht und wichtige Gespräche geführt. Im Anschluß haben sie die erfolgreichen Sportler und Sportlerinnen bei der Siegerehrung gmit eehrt.

Zum Wettkampfverlauf

Michael Löb (AC Berlin) konnte an seine guten Wettkampfergebnisse in diesem Jahr anknüpfen. Nach seinem dritten Platz bei den Deutschen Pokalmeisterschaften schaffe er es auch in Duisburg in der Klasse bis 81 kg auf das Podest. Mit Siegen gegen Yoshiya Laleike (JC  1 Düsseldorf), mit einem O-Soto-Otoshi, Matti Göbel (JT Hannover) und Gerrit Noack (Hamburg) beide mit Haltegriff, stand er im Halbfinale. Hier unterlag er nur knapp mit einem Yuko dem späteren Deutschen Meister Maxim Malsch vom BC Karlsruhe.
Im Kleinem Finale besiegte Micha Diego Beeh aus Karlsruhe und konnte sich über seine Bronzemedaille freuen. Sie war ein Ergebnis einer starken kämpferischen Leistung, ganz besonders auch im Bodenkampf.

Vladimir Stark (KKKarow) war lange Zeit verletzt und startete hier in 90 kg, einer neuen Gewichtsklasse. Nach einem Freilos begann der Wettkampf mit einem Sieg gegen Julian Wessling (SSF Bonn). Vladi ging mit Sumi-Gaeshi (Yuko) in Führung. Nach dem Ausgleich des Bonners gelang Vladi mit einem Uchi-Mata der entscheidende Waza-ari. Der zweite Kampf gegen Georgy Yakhnin (Elmsbüttler TV) war lange ausgeglichen und ging in die Verlängerung. Mit einem Seoi-Nage im Golden Score schaffte der Berliner den Einzug in das Halbfinale.
Dort traf er auf Eduard Trippel (JC Rüsselsheim), einen internationalen Topjudoka in der Gewichtsklasse u.a. Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Tokyo 2021. Mit einem Seoi-Nage stoppte er Vladi auf den Weg in das Finale. Im folgenden Kampf um den dritten Platz gegen Oleg Gusev (Bremen) ging es noch mal in die Verlängerung. Eine Sumi-Gaeshi-Technik brachte die siegbringende Wertung und damit eine Bronzemedaille für den Berliner.

Lasse Schriever (T.H. Eilbeck / BSP-Berlin) ging konzentriert in den Wettkampf und startete gleich druckvoll gegen Leon Schreder (Hessen) in das Turnier. Drei Yuko-Wertungen und eine Waza-ari Wertung sowie zwei Shidos für seinen Gegner brachten den Einzug in die nächste Runde. Nach ca. 1,5 Minuten gewann er seine zweite Begegnung gegen Dzohar Bekbuzaov (PSV Erfurt) mit einem Hüftwurf. Im anschließenden Halbfinale traf er auf Paul Friedrichs (UJKC Potsdam). Mit einem Ausheber gelang eine Yuko-Führung. Dem Potsdamer gelang der Ausgleich und kurz vor Kampfende mit einem Uchi-Mata der Sieg und der Einzug in das Finale.
Für Lasse war jetzt Bronze sein Ziel. Im kleinen Finale traf er auf Georgy Yakhnin aus Hamburg. Mit einer Technik nach hinten erzielte er die Entscheidung. Beide Athleten trafen dabei so aufeinander, dass sie medizinisch versorgt werden mussten. Lasse musste im Krankhaus weiter versorgt werden.
Wir wünschen ihm alles Gute und eine schnelle Genesung.

Kathrin Krause (Polizei SV) gewann ihre erste Begegnung gegen Frederike Stumpf (Württemberg) mit Ko-Soto-Gari und einen Haltegriff. Gegen Narawadee Bröhl (SSF Bonn) konnte sie nach einer Wurfaktion einen Haltegriff erarbeiten und damit den Kampf für sich entscheiden. Im Halbfinale geriet sie gegen Jana Ziegler aus Potsdam in einen Haltegriff, aus dem es kein Entrinnen gab. Im anschließenden Kampf um Platz drei verlor sie knapp mit einer Yuko-Wertung gegen Lisa Hiller aus Mönchengladbach. Das war am Ende Platz 5.

Unsere anderen Starter Irina Kreidin, Colin Kammradt (beide PSV Olympia) beide bis 57 kg, Friedrich Hilleckes (SC Bushido), Janek Hülse (SSG Humboldt) beide bis 73 kg, Martin Hirschberg, Makysm Harmash  beide (Polizei SV) bis 81 kg konnten sich nicht platzieren.

Mit drei Bronzemedaillen, einem fünften Platz und zahlreichen wertvollen Erfahrungen für den Nachwuchs fällt die Bilanz des ersten Wettkampftages aus Berliner Sicht insgesamt positiv aus.

Bronzeserie wurde am Sonntag fortgesetzt

Am Sonntag, den zweiten Wettkampftag, gingen die leichten und schweren Gewichtsklassen an den Start.
Aus unserem Landesverband und Bundesstützpunkt starteten Nicole Stakhov (KSC ASAHI Spremberg / BSP-Berlin) bis 52 kg, Timucin Kniege (BC Randori) bis 66 kg, Jannis Baschin (SF Kladow) bis 100 kg und Nikolas Kroppenstedt (BC Samurai) bis 100 kg.
Die Bilanz waren zwei weitere Bronzemedaillen durch Nicole Stakhov und Jannis Baschin.

 

Nicole Stakhov (KASC Asia Spremberg)

Jannis Baschin (SF Kladow)

Jannis Baschin (SF Kladow) gewinnt seinen ersten Kampf gegen Alexander Heidrich (Duisburg) nach ca. 1:30 Minuten mit Hüftwurf und einem Ko-Uchi-Maki-Komi. Mit einem Yuko für Ko-Uchi-Maki-Komi gegen Ilias Küster (MTV Isenbüttel) kämpfte sich Jannis in das Halbfinale. Hier wartete Johannes Frey (JC 71 Düsseldorf) als nächster Gegner. Für Johannes war es der erste Wettkampf nach eine dreijährigen Verletzungspause. Keiner der Athleten konnte sich einen technischen Vorteil erarbeiten. Jannis konnte sein taktisches Konzept sicher nicht ganz so durchsetzen, wie besprochen. Es folgten Bestrafungen für Raustreten, zu Boden ziehen und  letztendlich verlor der Berliner durch den dritten Shido.
Jannis nutzte dann seine Chance im kleinen Finale. Mit einem Sumi-Gaeshi legte er Renat Hyrskiy (SU Annen) förmlich auf den Rücken und konnte sich über eine Bronzemedaille freuen.

Nicole Stakhov (KSC Asia Spremberg) traf in ihrem ersten Kampf auf Matilda Wamhof aus Osnabrück. Der Kampf war lange ausgeglichen und ging ins Golden Score, welches Nicole mit einer Wertung für eine Haltgriff gewinnen konnte. Im Viertelfinale traf sie auf Nina Güth (JC 71 Düsseldorf). Sie fand nicht so richtig in den Kampf. Mit einem Yuko für Uchi-Mata und einen Haltegriff war der Weg ins Halbfinale versperrt.

In den folgenden Trostrundenkämpfe macht Nicole deutlich, dass sie eine Medaille will.  Mit einem Harrai-Goshi gewann sie gegen Vanessa Ressel (Kronshagen). Im Trostrundenfinale traf Nicole auf Leonie Wickert (Leverkusen). Sie bestimmte den Kampf und erzielte mit einem Seoi-Nage die entscheidende Waza-ari Wertung.  Im Kampf um Platz drei wartete Janine Hardenberg vom JT Hannover. Ein Ko-Uchi-Maki-Komi beförderte sie unsanft  auf die Matte und sicherte Nicole die Bronzemedaille.
Herzlichen Glückwunsch allen Medaillengewinnern, Platzierten und dem verantwortlichen Trainerteam zu dieser Leistung.

Timucin Kniege (BC Randori bis 66 kg und Nikolas Kroppenstedt  (BC Samurai) bis 100 kg konnten sich nicht platzieren.

Für beide war es schon eine gute Leistung sich für diese Meisterschaften zu qualifizieren. Das Auftreten in Duisburg war eine wichtige Erfahrung für ihr sportliche Entwicklung.

Nach den zwei Wettkampftagen kann man insgesamt eine positive Bilanz ziehen. Sicherlich hatte sich der eine oder andere Kämpfer den Wettkampf etwas anders vorgestellt. Jetzt gilt es die entsprechenden Schlussfolgerungen für die folgenden Maßnahmen zu ziehen. (eine Fotogalerie folgt)

Ergebnisse / Wettkampflisten / Informationen

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