Montag, Juni 17, 2024
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Glück und Leistung gleich Gold in Tbilisi

Der Grand Slam in der georgischen Hauptstadt Tbilisi vom 22. – 24. März 2024 war für unsere Bundesstützpunktkämpferin Renée Lucht (HT 16) ein sehr erfolgreiches Wochenende, sie gewann hier ihre zweite Grand Slam Goldmedaille.Dabei fing das Turnier eher glücklich an. Im ersten Kampf traf Renée auf Kinga Wolszczak (POL), die Dritte der Europameisterschaften 2023. Nach einem vermeintlich zweiten Waza-ari für die polnische Sportlerin beendete der Kampfrichter die Begegnung. Offensichtlich zu schnell, denn die Kämpferinnen wurden auf die Matte zurückgerufen und das Urteil revidiert und die Wahlberlinerin gewann durch Diving den Kampf.

Jetzt folgte eine klasse Leistung. Nach Siegen gegen Anne Fatoumata M Bairo (FRA) mit Haltegriff und Asya Tavano (ITA) mit Ko-Soto-Gari und anschließenden Haltegriff, nach nur 26 Sekunden, war das Halbfinale erreicht. Hier wartete die amtierende Olympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin Akira Sone aus Japan. Renée zeigte keinen Respekt und machte einen sehr guten Kampf. Nach ca. drei Minuten gelang ihr ein Tani-Otoshi für den sie einen Waza-ari erhielt. Sie lies sich nicht von der Olympiasiegerin überraschen und zog damit in das Finale ein. Gegen die französische Teamweltmeisterin Coralie Hayme war der Kampf lange ausgeglichen. Nach 2:47 Minuten stand es 1:2 Shidos gegen Renée. Drei Sekunden vor Ende der Kampfzeit brachte ein Ko-Soto-Gake die französische Sportlerin zu Boden. Mit dem anschließenden Haltegriff war der Sieg perfekt.

Eine überglückliche Renée hatte es geschafft und stand auf dem obersten Treppchen. „Der Wettkampf war super überraschend. Der Tag begann nicht so gut, den ersten Kampf habe ich mit Glück gewonnen. Danach lief der Wettkampf richtig gut. Ich bin sehr froh über diese Medaille, aber auch über die gewonnen Punkte in der Weltrangliste. Der Tag war dann einfach perfekt so auch der Sieg im Halbfinale gegen Sone“, so ein kurzes Statement einer überglücklichen Kämpferin.

Mit Losseni Kone  vom SC Alstertal-Langenhorn war ein weitere Kämpfer unseres Bundesstützpunktes beim Grand Slam in Aktion. Nach seiner Bronzemedaille beim Grand Prix in Linz belegte Losseni hier einen siebenten Platz. Mit Siegen gegen Arsen Kadzaev (AIN) drei Shido und Ucha Tabatadze (GEO) mit Waza-ari für Sumi-Gaeshi und drei Shido stand er im Poolfinale. Hier geriet er gegen den Weltmeister von 2022 Andy Granda (CUB) nach dem Ansatz eines Opfertechnik in einen Haltegriff. In  der anschließenden Trostrunde gegen Saba Inaneishvili aus Georgien geriet er nach einem Sote-Make-Komi mit Waza-ari in Rückstand. Beim seinem Versuch einer Kontertechnik, übernahm der georgische Sportler wieder die Kontrolle und erzielte den zweiten Waza-ari. Damit blieb für Losseni der siebente Platz.

Am ersten Wettkampftag war Annika Würfel (VfK Bau Rostock) bis 52 kg eine weitere Wahlberlinerin am Start. Gegen Kelly Deguchi (CAN) geriet sie zuerst mit Waza-ari in Rückstand. In der letzten Minute hglich sie mit Seoi-Nage aus. Im Golden Score entschied sie mit einem Hüftwurf die Begenung zu ihren Gunsten. In zweiten Kampf unterlag sie Binta Ndiaye  aus der Schweiz in einem Armhebel.

Herzlichen Glückwunsch an die Medaillengewinnerin, Platzierten und das verantwortliche Trainerteam.

 

Ergebnisse Wettkampflisten