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Bericht zum Kata-Lehrgang mit Sensei Fujita Shinro am 07.12.2019

Nur einen Monat nach dem Besuch von Iura Sensei, durfte Berlin den nächsten Gast aus Japan begrüßen. Mit Sensei Fujita Shinro (8. Dan Kodokan) stand am zweiten Adventswochenende der äußerst renommierte und international angesehene ehemaligen Leiter der internationalen Abteilung des Kodokan in der Franz-Mett-Sporthalle des KiK e.V. zu einem weiteren Kata-Lehrgang bereit.
Mit Sensei Fujita konnte die Prüfungs- und Katareferentin des JVB e.V., Astrid Machulik einmal mehr eine ausgesprochene Koryphäe gewinnen. Sensei Fujita hat u.a. einige mehrmalige Weltmeisterpaare im Kata-Bereich für den Kodokan trainiert.
Am Morgen des 07.12.2019 fanden sich 26 interessierte Judoka der verschiedenen Altersklassen und Graduierungen ein, um sich neues tiefergehendes Wissen über die Nage no kata anzueignen bzw. bereits Bekanntes weiter zu festigen. Um die Mittagszeit herum stieg die Teilnehmerzahl dann auf 41 an. Dabei war es besonders erfreulich, dass auch einige junge Judoka im Grundschulalter sich den kritischen aber freundlichen Blicken des japanischen Lehrers stellten.
Immer öfter verzeichnet der JVB bei solchen Lehrgängen eine steigende Anzahl von Teilnehmern im Kindes- und Jugendalter. Dass das Interesse an den grundlegenden Prinzipien von Judo-Techniken und ihrer korrekten Umsetzung immer tiefer dringt – bis hin zu den Kleinsten Sportlerinnen und Sportlern, das ist durchaus ein Verdienst der unermüdlichen Arbeit der Katareferentin.
das Studium der Kodokan goshin jutsu im dritten Teil fanden sich wieder 20 Judoka ein. Da diese Kata am Folgetag weitergeführt werden sollte, beschränkte sich Fujita Sensei heute auf die unbewaffneten Angriffe. Neben dem überwiegend aus Dan-Trägern bestehendem Teil gab es auch einige Kyu-Grade, die diese Art der modernen Selbstverteidigung zum ersten Mal erlernen wollten.
Am Ende eines sehr langen aber hochinteressanten Tages hatten die Teilnehmer eine der Kernbotschaften des Sensei verinnerlicht: Kata ist kein eigenständiger Bestandteil des Judo ebensowenig wie es Randori oder Shiai ist. Erst durch das Ausüben aller dieser Teilbereiche und ihrer Kombination kann das ganze Wesen des Judo in seiner Vielschichtigkeit erfasst werden. (Text: Marcus Nietner / Fotos Herr Christian)