Höchstes Level bei der judobezogenen Selbstverteidigung erreicht

Am 2. Juli 2017 zog es wieder selbstverteidigungsinteressierte Judoka in das Landesleistungszentrum des JVB. Aus 12 Vereinen vergossen 17 Judoka gemeinsam Schweiß auf der Matte, um vom SV-Referententeam, unter der Leitung von Prüfungsreferentin Astrid Machulik (6. Dan Judo, 2. Dan Ninjutsu, 1. Dan Karate), effektive Techniken der judobezogenen Selbstverteidigung zu erfahren.  (Fotos folgen)Im Jahre 2010 gab es den ersten Lehrgang dieser Art. Seitdem hat sich viel getan. Kontinuierlich wurden die SV-Themen der einzelnen Gürtelstufen ab dem 3. Kyu bearbeitet und in Lehrgangsform verbreitet. Beim diesjährigen Lehrgang wurde nun das höchste Level erreicht, denn mit dem Prüfungsprogramm zum 3. Dan endet die SV-Wahlmöglichkeit in der Dan-Prüfungsordnung des DJB. Was nicht endet ist die Lehrgangsserie, Thematiken sollen wiederholt und vertieft werden.
Auch das SV-Gremium, aus dem sich die Referenten rekrutieren, ist in den sieben Jahren beträchtlich gewachsen. Neben der Prüfungsreferentin Astrid gehören ihm mit Siegfried Gelz (5. Dan Karate), Ralph Bartel (5. Dan Judo), Dennis Martens (4. Dan Judo), Michael Nelson (3. Dan Judo), Patrick Unger (3. Dan Judo), René Dietz (2. Dan Jiu-Jitsu, 1. Dan Judo) und Anika Lust (1. Dan Judo, 1. Dan Ju-Jutsu) mittlerweile zahlreiche Experten der unterschiedlichsten Fachrichtungen an.
Der diesjährige Lehrgang im SV-Bereich war mit verschiedensten Themen breitgefächert. Siegfried brachte die Teilnehmer mit einer spezifischen Erwärmung und einigen grundlegenden Techniken aus dem Karate auf Betriebstemperatur. Ralph versorgte die anwesenden Judoka dann mit diversen Verteidigungshandlungen im Stand. Dennis übernahm die Aufgabenstellungen, das Prüfungsprogramms im Boden zu vermitteln. Michael unterstütze die Teilnehmer bei der korrekten Ausführung der Techniken. Alle Teilnehmer, darunter mittlerweile viele Stammgäste der SV-Lehrgänge, waren engagiert bei der Sache und konnten aufgrund der in dieser Ausbildungsstufe recht freien Thematik auch eigene Kenntnisse und Techniken zielgerichtet üben. Aufgelockert durch einzelne Anwendungsaufgaben, bei denen auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kam, entwickelte sich eine bemerkenswert gute und konstruktive Stimmung, die sich bis zum Ende des Lehrganges durchzog.
Neben den schweißtreibenden Elementen verstand es Patrick, mit Rollenspielen, Partner- und Gruppenübungen aus dem Segment der Gewaltprävention, die Teilnehmer zu interessanten und überraschenden Erkenntnissen gelangen zu lassen. Abgerundet wurde der Tag mit einem anschaulichen Referat von Anika zum Thema „Prüferverhalten in Prüfungssituationen“.
Die Tatsache, dass fünf Stunden wie im Flug vergangen sind und der eine oder andere gerne noch weitergemacht hätte, zeugen vom deutlich gestiegenen Interesse an dieser Thematik. Daher sei an dieser Stelle auch noch einmal erwähnt, dass es mittlerweile ein regelmäßiges SV-Training an jedem dritten Freitag im Monat im LLZ gibt. Aufgrund der demnächst beginnenden Sommerferien findet der nächste Termin im September statt. Sicher für alle Interessierten eine gute Ergänzung zu den Lehrgängen. (Michael Nelson)